So, mein Bett hab ich mir redlich verdient. Ich hab zwei Clowns gebastelt und vier Bilder gemalt. Ernsthaft.
Ich bin gerade ein paar Tage zu Besuch bei meiner Tante und ihrem Lebensgefährten in München. Beide arbeiten beim Film (nicht als Schauspieler, sondern quasi “hinter den Kulissen”), vor kurzem haben sie an Heinrich Breloers “Buddenbrooks” mitgewirkt. Jedenfalls sind die beiden nun wieder mit einer Produktion beschäftigt, und da ich quasi gerade eh da bin, gehe ich natürlich auch mit zum Set und schaue, wie das so abläuft beim Film. Der Film, der zur Zeit in München gedreht wird, behandelt ein ziemlich ernstes Thema: Kindesmissbrauch durch die eigene Familie. Ein paar Szenen spielen auch in einem Kinderkrankenhaus.
Und an dieser Stelle komme ich, bzw. meine Basteleien ins Spiel. Das Krankenhaus-Set befindet sich in den Bavaria Filmstudios (werde es mir morgen mal anschauen, noch kann ich also nur das sagen, was mir darüber erzählt wurde) und ist – nun ja – ein Krankenhaus (zumindest sieht es so aus. ist natürlich nur ‘ne Kulisse), allerdings kein Kinderkrankenhaus. Steril eben. Nichts, wo man sich als krankes Kind wohlfühlen würde. Deshalb braucht man Deko, um die Location (ein Krankenzimmer, ein Pädagogenzimmer, ein Arztbüro und ein Flur) so zu verwandeln, dass es auch kindgerecht aussieht. Selbstgemalte Bilder an der Wand, hier ein gebastelter Clown, da eine aufgemalte Blume, wie es auf einer Kinderstation nun mal so aussieht.
Das Problem ist nur: Man braucht viel davon. Drei große, hohe Räume und ein 35m langer Flur bieten verdammt viel Platz für allerlei Krakeleien Gemälde. Abgesehen davon verliert sich ein bemaltes Din A4-Blatt dort total. Hab also heute abend vier Bilder auf Din A2 gemalt, zwei Clowns in der gleichen Größe gebastelt und werde mich morgen vormittag wieder mit Wachsmalkreiden, Bastelkleber und Tonpapier beschäftigen.
Irgendwie werden da Erinnerungen wach…
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